Ehemalige Straßenbahnlinie St. Pölten - Harland

Die ca. 9 km lange, ein­gleisige Straßen­bahn­strecke wurde 1911 eröffnet. Sie hatte mehrere Aus­weichen und diente ursprüng­lich haupt­sächlich dem Güter­verkehr. Am 10. Februar 1976 wurde die Straßen­bahn St. Pölten einge­stellt. Die Glanz­stoff-Fabrik wurde aller­dings noch bis zu deren Schließung im Jahre 2008 durch die ÖBB bedient. Die Gleise in der Herzogen­burger Straße wurden erst 2017 entfernt, die Gleise in der Fabrik sind jedoch noch fast alle vor­handen.

 

Heute gibt es noch die Remise in St. Pölten, Mauer­rosetten zur Montage der Ober­leitung und ein paar Gleis­reste von Anschluss­bahnen. Ein Groß­teil der ehemaligen Über­land­strecke wird nun als Rad­weg genutzt.

Technische Daten der Strecke

  • Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
  • Länge: 9.4 km *
  • Stromsystem: 800 V=
  • Zuletzt 19 Zwischenstationen und 5 Ausweichen
  • minimaler Kurven­radius: 100 m *
  • maximale Geschwindig­keit: 35 km/h *
  • maximale Steigung: 25.6 ‰ = 2.56 % *

 

* Quelle: Wikipedia

Übersichtskarte

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Übersichtskarte der ehemaligen Straßenbahn St. Pölten.
Übersichtskarte der Straßenbahn St. Pölten. Für eine detailierte Darstellung bitte auf diese Karte klicken!

 

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Bilder der Strecke (Sommer 2020)

Die folgenden Bilder wurden im August 2020 aufgenommen.

Noch erhaltene Remise in St. Pölten

Die einstige Remise der St. Pöltener Straßen­bahn gibt es noch heute. Sie ist zurzeit unbenutzt, steht unter Denk­mal­schutz und befindet sich bei der Ein­mündung der Daniel Gran-Straße in die Herzogen­burger Straße.

 

Remise der ehemaligen Straßenbahn St. Pölten
Noch erhaltene Remise der ehemaligen Straßenbahn St. Pölten
Remise der ehemaligen Straßenbahn St. Pölten
Vorderansicht der Remise in St. Pölten; die Gleise vor den Toren dürften später wieder eingebaut worden sein.

Anschlussgleise der Firma Glanzstoff in St. Pölten

Alle Anschlussbahnen der ehemaligen Firma Glanz­stoff in St. Pölten zweigten vom Gleis ab, das mitten in der Herzogen­burger Straße verlief. Im Zuge einer Straßen­erneuerung wurde es erst 2017 entfernt. Zumindest einige dieser Gleise waren noch bis zur Schließung der Fabrik im Jahr 2008 in Betrieb.

 

Herzogenburger Straße Anschlussgleis Firma Glanzstoff Straßenbahn St. Pölten
Tor der Firma Glanzstoff. Die Weiche des Anschlussgleises befand sich mitten auf der Herzogenburger Straße.
Anschlussgleis Firma Glanzstoff Straßenbahn St. Pölten
Detailansicht des Tores, das auf der vorigen Abbildung zu sehen ist. Auf diesem Foto kann man nun auch das Anschlussgleis selbst ganz gut erkennen.
Anschlussgleis Firma Glanzstoff Straßenbahn St. Pölten
Weiteres Anschlussgleis der Firma Glanzstoff

Abschnitt St. Pölten Hbf. - Harland

Ein Rest der Anschluss­bahn zum Mast­lager­platz Ober-Wagram der Newag und die Gleise der Papier­fabrik Salzer sind noch vor­handen. Der Groß­teil der Straßen­bahn­trasse von St. Pölten nach Harland wird nun als Rad­weg verwendet.

 

Anschlussgleis Mastlagerplatz Newag Straßenbahn St. Pölten
Hier sieht man das noch vorhandene Anschlussgleis des Mastlagerplatz Ober-Wagram der Newag in St. Pölten.
Hst. Arbeitergasse der St. Pöltner Straßenbahn
Durch die Salzerstraße fuhr einst die St. Pöltner Straßenbahn - heute erinnert nichts mehr daran. Bei der hier zu sehenden Kreuzung mit der Arbeitergasse befand sich eine gleichnamige Haltestelle. Blick Richtung St. Pölten.
Anschlussgleis Papierfabrik Salzer Straßenbahn St. Pölten
Dieses Bild zeigt die noch erhaltenen Anschlussgleise in der Papierfabrik Salzer. Nach der Einstellung der Straßenbahn St. Pölten übernahmen Straßenroller ein paar Jahre lang den Transport der Güterwagen.
Kreuzung der Straßenbahn St. Pölten mit der Stattersdorfer Hauptstraße
Hier, kurz nach der Ortstafel von St. Pölten, kreuzte die Straßenbahn die Stattersdorfer Hauptstraße. Gleich nach der Kreuzung befand sich die Hst. Zillinghof, die jedoch laut Wikipedia schon 1917 aufgelassen wurde.
Radweg auf Trasse der St. Pöltener Straßenbahn
Ab dem Ende der Kerschbaumergasse wird die ehemalige Trasse als Radweg genutzt. Die Aufnahme entstand bei der Kerschbaumergasse 25. Etwas südlich befand sich die Hst. Fialastraße. Blick Richtung St. Pölten.
Radweg auf der Straßenbahn St. Pölten
Radweg auf der Trasse in Stattersdorf, links verläuft der Harlander Bach. Blick in Richtung St. Pölten Hbf.
Mastfundaent der St. Pöltner Straßenbahn
Dieses Bild zeigt das eventuell letzte erhaltene Fundament zur Mastbefestigung, die Trasse verlief östlich der Klosegasse. Standort: ca. Klosegasse 11.
Hinter der Baumgruppe befindet sich das Fundament aus dem vorigen Bild. Der Radweg zweigt links in die Klosegasse ab, während das Gleis gerade weiterging.
Hinter der Baumgruppe befindet sich das Fundament aus dem vorigen Bild. Der Radweg zweigt links in die Klosegasse ab, während das Gleis gerade weiterging.

Haltestelle Spratzern der St. Pöltner Straßenbahn
Hier befand sich einmal die Haltestelle Spratzern. Die Straßenbahn verlief wahrscheinlich am rechten Rand der Salcherstraße. Blick nordwärts, also in Richtung St. Pölten Hbf.
Rest des Anschlussgleises der Harlander Zwirnfabrik und Baumwollspinnerei der Straßenbahn St. Pölten
Auf einem kurzen Gleisrest der einst ziemlich umfangreichen Gleisanlagen der Harlander Zwirnfabrik und Baumwollspinnerei stehen jetzt eine alte Dampflok der Reihe 52 mit Tender und ein Personenwagen.
Gleisrest der Harlander Zwirnfabrik der Straßenbahn St. Pölten
Blick unter den Personenwagen, der nun auf dem Gleisrest der Harlander Zwirnfabrik steht.
Endstelle der Straßenbahn St. Pölten in Harland
In Harland, am nördlichen Ende der Bartlgasse in der Nähe des Amtshauses, befand sich die Endstelle der Straßenbahn. Am Haus Bartlgasse 12 findet man noch eine Mauerrosette zur Befestigung der Oberleitung.

Seite erstellt am 02.08.2020. Zuletzt geändert am 05.08.2020.