Bau der Trasse (Spur 5 Zoll)

Wegen der teils beengten Platz­ver­hältnisse und vor allem aufgrund der Hang­lage gestaltete sich die Trassierung recht schwierig und erforderte einige Kunst­bauten wie zum Beispiel zwei Brücken. Auf dieser Seite wird beschrieben, wie ich meine Trasse gebaut habe.

Inhaltsverzeichnis

Weiterführende Links

 

Weiterführende Informationen für die Anlage einer profes­sionellen Trasse findet man auf der Seite Ride On Railways (nur in englischer Sprache verfügbar).

Trassenbau - Streckenführung in Niveaulage

Den Bau der Trasse habe ich relativ einfach gehalten. Dort, wo die Strecke direkt auf dem Boden verläuft, sieht die Trasse wie folgt aus:

 

Abbildung 1: Trasse auf Raseneinfassungssteinen - ebenes Terrain
Abbildung 1: Trasse auf Raseneinfassungssteinen - ebenes Terrain

So bin ich beim Bau vorgegangen:

  • Die Gleise auf den Boden legen, die ungefähre Lage markieren und die Gleise wieder entfernen.
  • Eine Schneise in den Boden graben, etwas breiter und tiefer als die zu verlegenden Stein­platten. Ich ver­wende dafür sogenannte Rasenein­fassungs­steine, die um ein paar Euro im Bau­markt zu haben sind. Für die geraden Strecken­abschnitte genügen 25 cm breite Steine, in engen Kurven sind 30 cm breite besser geeignet. Mittler­weile würde ich jedoch stets die breiteren Steine verwenden, da sich hier das Rasen­mähen einfacher gestaltet, außerdem ist der seit­liche Bewuchs weiter von den Gleisen entfernt.
  • In Kurven werden die Steine in einem leichten Winkel zuein­ander verlegt, dadurch ent­steht ein keil­förmiger Spalt (siehe Bild).
  • Feine Erde, Sand oder Kies auf das Planum streuen und den Bereich anschließend sorg­fältig einebnen. Das ist wichtig, damit die Steine überall aufliegen und unter Belastung nicht brechen. Damit die Trasse gerade wird, ist das Verwenden einer Wasser­waage notwendig. Bei Ver­wendung von Kies wird vermieden, dass sich unter den Steinen Ameisen ansiedeln.
  • Die Steine direkt auf die bearbeitete Fläche legen.
  • Die Gleise verlegen und mitein­ander ver­schrauben.

Vorteile dieser Bauweise

  • Sehr kostengünstige, zugleich einfache und zweckmäßige Ausführung.
  • Pflegeleicht: Im Gegen­satz zum Schotter­oberbau kann kein Unkraut wachsen. Man muss allerdings regel­mäßig den seit­lichen Bewuchs mähen und ab und zu ein paar Pflanzen zwischen den Steinen (nur in den Kurven auf­grund des kleinen Spaltes nötig) entfernen.
  • Diese Bauweise hat sich schon seit ein paar Jahren bewährt, bis auf das Mähen waren keine Arbeiten erforderlich.

Trassenbau - Strecke über dem Boden

Aufwändiger ist dagegen der Strecken­bau, wenn die Strecke über dem Boden ver­laufen muss. Man könnte in diesem Fall zwar einen Damm aufschütten, der Platz­ver­brauch ist aber nicht zu unter­schätzen. Zudem benötigt schon ein recht niedriger Damm sehr viel Material. Daher habe ich mich ent­schieden, die Strecken auf Stelzen zu führen.

Zuerst muss einmal ein Provisorium errichtet werden. Das Provisorium dient dazu, die genaue Höhe der Strecke festzulegen. Aufgrund des ver­wendeten Stahles (S355) ist es möglich, nur bei jeder dritten Schwelle - das entspricht alle 0.5 m - einen Steher zu setzen. Die Stützen bestehen aus einem Winkel­profil, das seitlich direkt auf die Schienen ange­schweißt wird. Unten werden die Steher über ein Winkel­profil miteinander verbunden und bei Bedarf im Abstand von rund 1 Meter mit einer Schraube direkt im Beton befestigt.

 

Das linke Bild zeigt die provisorische Strecke, in der rechten Abbildung sieht man die fertige Trasse.

 

Abbildung 2:  Strecke über dem Boden in Bau
Abbildung 2: Strecke über dem Boden in Bau
Abbildung 3: Fertiger Streckenabschnitt
Abbildung 3: Fertiger Streckenabschnitt

Brücken

Ab einer gewissen Höhe über dem Boden wird der Bau von Brücken erforderlich. Auf­grund der Hang­lage mussten auf meiner Strecke zwei Brücken errichtet werden:

 

>> Bilder von den beiden fertigen Brücken

Seite erstellt im Herbst 2013. Zuletzt geändert am 30.10.2019.