Schraubenrechner zur groben Dimen­sio­nie­rung

Mit diesem Online-Rechner können Sie entweder den benötigten Schrauben­durch­messer, die zulässige Betriebs­kraft oder den Quer­schnitt überschlägig berechnen, wobei die Belastungs­art und die Festig­keits­klasse gegeben sein müssen. Die axiale Belastung FB bzw. die Quer­belastung FQ kann sowohl statisch als auch dynamisch erfolgen. Außerdem wird die empfohlene Schrauben­größe ausge­geben. Bis zu einer Ab­weichung von 5 % vom berechneten minimalen Schrauben­durch­messer d wird auf den nächsten ver­fügbaren Gewinde­durch­messer abge­rundet.

 

Die Spannung, die Streck­grenze und die Zug­festig­keit werden bei der Aus­wahl einer Festig­keits­klasse auto­matisch vom Rechner berechnet. Die zulässige Spannung in der Schraube hängt neben der Festig­keits­klasse auch noch von der Belastungs­art ab.

Rechner für vorge­spannte Schrauben­ver­bin­dungen

Mit der Vorein­stellung können Sie mit diesem Rechner den benötigten Gewinde­durch­messer und den Quer­schnitt abschätzen, wobei die Betriebs­kraft, die Belastungs­art und die Festig­keits­klasse gegeben sein müssen.

 

Bitte in ein weißes Feld einen Wert ein­tragen, die beiden anderen Felder werden berechnet!

Festigkeitsklasse
Zugfestigkeit Rm N/mm2
Streckgrenze Re N/mm2
Betriebskraft FB kN
Durchmesser d mm
Querschnitt AS mm2
Spannung σ N/mm2

 

  

Erklärung der Abkürzungen

d Das ist der mindestens erforder­liche Schrauben­durch­messer, der dem Gewinde-Nenn­durch­messer ent­spricht. Dieser Durch­messer wird auch mit M bezeichnet. Bei einer Schraube mit einem Gewinde­durch­messer von 12 mm handelt es sich also um eine M 12 Schraube.
AS

Spannungsquerschnitt; wird vom Rechner näherungs­weise über den Durch­messer d bestimmt.

Schraube mit Belastung
Schraube mit den zwei Betriebskräften F.B (axial) bzw. F.Q (quer)

Hinweise

  • Der Rechner ist für die grobe Aus­legung von Schrauben gedacht. Insbesondere bei dynamisch bean­spruchten Schrauben­ver­bindungen ist eine genaue Nach­rechnung uner­lässlich!
  • Die Berechnung ist aus­schließlich für das metrische ISO-Gewinde nach DIN 13-1 gültig (Regel­gewinde). Es werden sowohl die Werte der Reihe 1 als auch die Werte der Reihe 2 berück­sichtigt. Prinzipiell sind jedoch die Gewinde­durch­messer der Reihe 1 zu verwenden.
  • Mit diesem Rechner können nur vorge­spannte Schrauben­ver­bindungen berechnet werden - die Schrau­ben sind also schon ohne Betriebs­kraft durch eine Vor­spann­kraft bean­sprucht.
  • Die Berechnung gilt bei mittleren Anzieh­faktoren für Schrauben, die mittig belastet werden. Bei außer­mittiger Belastung bzw. bei hohen Anzieh­faktoren nimmt man den nächstgrößeren Nenn­durch­messer der Reihe.
  • Für die richtige Funktion kann keine Gewähr über­nommen werden - für Berichtigungen und Ver­besserungs­vor­schläge bitte um Nach­richt mittels Kontakt­formular.

Hintergrundwissen

Festigkeitsklassen

Bei diesem Schrauben­rechner können alle gängigen Festig­keits­klassen aus­ge­wählt werden: 4.6, 4.8, 5.6, 5.8, 6.8, 8.8, 9.8, 10.9 und 12.9. Je größer die Festig­keits­klasse, desto höher kann eine Schraube be­lastet werden.

Die Festig­keits­klasse ist meist am Kopf der Schraube zu finden - das zeigen die folgenden Ab­bildungen von zwei unter­schied­lichen Sechs­kant­schrauben.

 

Sechskantschraube mit der Festigkeitsklasse 8.8
Sechskantschraube mit der Festigkeitsklasse 8.8
Innensechskantschraube mit der Festigkeitsklasse 8.8
Innensechskantschraube mit der Festigkeitsklasse 8.8

Mithilfe der Festigkeits­klasse kann man die Zug­festig­keit und die Streck­grenze einer Schraube berechnen. Die erste Zahl mit 100 multi­pliziert ergibt die Zugfestigkeit Rm der Schraube. Multi­pliziert man hin­gegen die beiden Zahlen und dieses Ergebnis dann noch mit 10, bekommt man die Streck­grenze Re.

 

Beispiel: Schraube mit Festigkeitsklasse 4.8

Zugfestigkeit:    4 x 100 = 400 N/mm²

Streckgrenze:   4 x 8 x 10 = 320 N/mm²

Seite erstellt am 22.08.2020. Zuletzt geändert am 22.09.2020.